das
Kunstauge
Augenprothesen werden heute aus einem Spezialglas oder aus Kunststoff
angefertigt. Glasprothesen
Glasprothesen werden aus Kryolithglas (Na6Al2F12-Zusatz) hergestellt.
Zu den Vorteilen dieses
Materials gehören die äusserst glatte Oberfläche
und die gute Benetzbarkeit
durch die menschliche
Tränenflüssigkeit. Sie sind sehr gut verträglich
und können während einer einzigen Konsultation
angefertigt werden.
Kunststoffprothesen
Kunststoffprothesen werden aus Plexiglas (PMMA) hergestellt. Ihr
Vorteil ist die Unzerbrechlichkeit.
Sie lassen sich jedoch nur unvollkommen reinigen und die
Oberfläche wird leicht beschädigt.
Selbst
kaum wahrnehmbare Kratzer können dann zu Reizungen der Konjunktiva
führen. Viele Patienten haben
auch Probleme mit dem Material: Polymethylmethacrylat ist biologisch
nicht inert und kann zu
Entzündungen führen. Die Herstellung von Kunststoffprothesen
ist zeit- und kostenintensiv.
Pflege
Ein Kunstauge sollte regelmässig in kaltem Wasser gereinigt
werden. Dadurch behält es sein
natürliches Aussehen und schont die Augenhöhle. Hartnäckige
Rückstände, die auf der Prothese
haften, bestehen meist aus eingetrockneter Tränenflüssigkeit.
Bei Augenprothesen aus Glas können
diese durch Einlegen in reinen Essig entfernt werden. Danach ist
das Kunstauge nochmals gut in
Wasser zu spülen.
Kunststoffprothesen
sollten zusätzlich halbjährlich vom Fachmann nachpoliert
werden.
Eine
Augenprothese kann meist Tag und Nacht getragen werden. Wer dies
nicht tun möchte, sollte
das Kunstauge in einer mit Watte gefüllten Dose trocken aufbewahren.
Prothesenwechsel
Bei sorgfältiger Handhabung und regelmässiger Reinigung
sollte eine Augenprothese nach ungefähr
1½ Jahren ersetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Wechsel
aus medizinischen und ästhethischen
Gründen angebracht.
Jede
sorgfältige Neuanfertigung bedingt auch eine erneute Untersuchung.
Wir empfehlen Ihnen daher,
unsere Sprechstunde persönlich zu besuchen.
Vermeiden
Sie das Tragen einer zu alten oder sogar beschädigten Prothese:
Dies kann zu
ernsthafter Schädigung Ihrer Augenhöhle führen.
Copyright © 1999 Schweiz. Kunstaugen-Institut, CH-Luzern. Nachdruck
nur mit Genehmigung
des Verfassers.
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