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Materialeigenschaften
von Augenprothesen
Die Oberflächenrauhigkeit, Glas und Kunststoff (PMMA) im Vergleich
Die
Elektronenmikroskop-Aufnahmen stammen aus [1].
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1: Neue Augenprothese
aus Kunststoff:
Erkennbar
sind die für Plastikaugen charakteristischen, parallel
verlaufenden Kratzer. Sie entstehen beim Polieren der Prothese,
dem letzen Arbeitsgang bei der Herstellung eines Kunststoffauges. |
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2: Kunststoffauge, 1
Jahr getragen:
Erkennbar
sind zahllose, bis zu 150 µm weite Schadstellen, welche
diese Prothese zu einer "mikroskopischen Feile"
machen. Da PMMA relativ weich ist, ist das Kunstauge zwar
unzerbrechlich, wird aber schnell beschädigt. |
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3: Neue Augenprothese
aus Glas:
Die
Oberfläche ist äusserst glatt, man beachte die im
Vergleich zu den übrigen Aufnahmen 25fach gesteigerte
Vergrösserung!. Ein Glaskunstauge wird "geblasen"
und dann nicht mehr weiterbearbeitet. Beim Erkalten erstarrt
es so, wie es halbflüssig geformt wurde. Das Ergebnis
ist eine unvergleichlich glatte, "feuerpolierte"
Oberfläche. |
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4: Glasprothese, 1 Jahr
getragen:
Erkennbar
sind feine, in verschiedene Richtungen verlaufende Kratzspuren.
Diese mechanischen Verletzungen entstehen durch harte Staubpartikel
[2], welche bei der Lidbewegung über die
Glasoberfläche schleifen. |
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Diskussion
Kunstaugen aus Glas zeigen
eine viel glattere Oberfläche und werden weniger schnell rauh,
als Prothesen
aus Kunststoff. Vom "mechanischen" Standpunkt her betrachtet
macht sie dies wesentlich verträglicher:
Die Bewegung der Augenlider auf der Prothesenoberfläche und
die Bewegung des ganzen Kunstauges im Konjunktivalsack erzeugt nur
minimale Reibung. Die Reinigung ist auch einfacher, auf einer glatten
Oberfläche kann sich weniger festsetzen!
[1] L.Clodius, E. Schölzel & O. Martin ,
Artificial Eyes: Surface Changes Following Use, as Observed ba the
Scanning Electron
Microscope. Chirurgia Plastica (1981) 6:17-23
[2] Härting F., Flörke O.W., Bornfeld N., Trester W.,
Oberflächenveränderungen von Glasaugenprothesen, Klin.
Mbl. Augenheilk.
185 (1984) 272-275
Copyright © 1999 Schweiz. Kunstaugen-Institut,
CH-Luzern. Nachdruck nur mit Genehmigung
des Verfassers.
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