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Materialeigenschaften
von Augenprothesen
Die Benetzbarkeit, Glas und
Kunststoff (PMMA) im Vergleich
Die abgebildeten Fotografien werden mit freundlicher Genehmigung
von Dr. med. F. Härting [1] veröffentlicht.
| Abbildungen
1 - 3: Fliessverhalten von wässrigen Flüssigkeiten
auf einer Glasoberfläche:
Zu
sehen ist die sofortige, natürliche Verteilung der fluoreszierenden
Flüssigkeit auf der Glasoberfläche. Man spricht
von einem "hydrophilem" Verhalten. Bei eingesetzter
Prothese kann die Tränenflüssigkeit somit einen
Gleitfilm zwischen Prothese und Lidern, resp. Konjunktiva
bilden. Die Beweglichkeit des Kunstauges und der Lidschluss
wird unterstützt und die Reibung weiter reduziert.
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| Abbildungen
4 - 6: Fliessverhalten von wässrigen Flüssigkeiten
auf einer Kunststoffoberfläche:
Die
aufgebrachte, fluoreszierende Flüssigkeit bleibt tropfenförmig
stehen. Sie verteilt sich nur ungenügend auf der Oberfläche.
Auf einer eingesetzten Kunststoffprothese kann sich somit kaum ein durchgehender
Tränenfilm bilden, "mechanische" Irritationen
der Konjunktiva werden gefördert.
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Diskussion
Glas verhält sich "hydrophil", während Kunststoffprothesen
(PMMA) aufgrund ihrer "hydrophoben" Eigenschaften die
menschliche Tränenflüssigkeit abperlen lassen. Das Fehlen,
oder der nur ungenügend vorhandene natürliche Gleitfilm
zwischen Prothese und Konjunktiva führt oft zu "mechanischen"
Irritationen. Viele Träger von Kunststoffprothesen müssen
deshalb regelmässig Tropfen als "künstliche Tränen"
anwenden.
[1] Dr. med. F. Härting, Hohenhövelstrasse 19, D - 59075
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Copyright © 1999 Schweiz. Kunstaugen-Institut,
CH-Luzern. Nachdruck nur mit Genehmigung
des Verfassers.
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