FAQ

Häufig gestellte Fragen

Zum Thema Augenprothesen tauchen viele Fragen auf. Einige versuchen wir hier zu beantworten. Haben Sie weitere Fragen? Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen, wir beraten Sie gerne!

Wie pflege ich mein Kunstauge?
Meistens genügt es, das Kunstauge regelmässig in klarem Wasser zu spülen. Sollte sich einmal eine leichte Verkrustung durch Schleim gebildet haben, so kann das Glaskunstauge ein paar Minuten in Essig eingelegt werden. Anschliessend ist es in Wasser gründlich zu spülen.

Kann ein Kunstauge aus Glas in der Augenhöhle zerbrechen?
Nein! Durch die Gesichtsknochen ist die Augenprothese in der Augenhöhle gut geschützt und kann selbst beim Sport nicht beschädigt werden. Sorgfalt ist allerdings beim Reinigen der Glasprothese wichtig. Kunstaugen sollten nie über dem Lavabo herausgenommen und gereinigt werden. Nehmen Sie ein Gefäss mit Wasser und reinigen Sie Ihr Kunstauge über einem weichen Tuch, das Sie auf einem Tisch ausgebreitet haben.

Die Iris meines Kunstauges erscheint abends oft heller, als die des gesunden Auges, weshalb?
Ein gesundes Auge zeigt eine Pupillenreaktion, d.h. in dunkler Umgebung weiten sich die Pupillen. Der Gesamteindruck der Irisfarbe wird dabei dunkler. Augenprothesen können diesen Effekt leider nicht nachvollziehen und erscheinen dann im Vergleich heller. Oft wählt man deshalb bei sehr heller Augenfarbe (z.B. hellblau) die Irisfarbe des Kunstauges leicht dunkler.

Wieso erscheint das Weiss meines Kunstauges oft dunkler, als am gesunden Auge?
Der Augenprothetiker versucht mit allen Mitteln, Unauffälligkeit zu erreichen. Dazu gehört auch, starke Kontraste zu mindern. Wählt man nun das Augenweiss (Skleralfarbe) eher etwas dunkler und die Irisfarbe tendenziell etwas heller, so wird das kosmetische Ergebnis in der Regel besser. Augenprothesen mit geringen Kontrasten fallen im täglichen Leben weniger auf!

Wer bezahlt mein Kunstauge?
In der Schweiz sind seit dem 1.1.1999 Augenprothesen aus Glas in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aufgeführt (MiGeL 24.01.01.00.1). In vielen Fällen sind aber auch IV, SUA, EMV oder weitere UVG-Versicherer leistungspflichtig. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne!

Wieso sieht ein Kunstauge oftmals kleiner aus, als das gesunde Auge?
Drei Punkte gilt es zu beachten: VERTRÄGLICHKEIT, BEWEGLICHKEIT und UNAUFFÄLLIGKEIT. Die Augenhöhle (Konjunktivalsack) hat eine gegebene Grösse, die ganz von der Vorgeschichte abhängt. Je mehr dieses Volumen (mit grösseren oder gewölbteren Prothesen) gefüllt wird, desto stärker wird der erzeugte Druck. Gleichzeitig verschlechtert sich auch der Lidschluss. Beides führt zu erhöhter Anfälligkeit auf Reizungen der Konjunktiva. Wird das Volumen des Konjunktivalsacks durch die Prothese voll ausgeschöpft, so wird leider oft deren Beweglichkeit eingeschränkt. Ein Kunstauge ist und gleicht etwas Künstliches, es wird daher immer Unterschiede zum gesunden Auge geben. Oft fallen diese weniger auf, wenn die Augenprothese und damit auch die Lidöffnung etwas kleiner ist.

In trockenen Räumen, vor allem im Winter, tränt mein Auge, warum?
Sobald die Prothesenoberfläche trocken wird, wird das Oberlid gereizt und es setzt eine vermehrte Tränenproduktion ein. Verhindern lässt sich dies nur, wenn der Lidschluss verbessert wird (kleinere, flachere Prothese oder mittels einer künstlichen Tränenflüssigkeit).

Warum werden Kunstaugen noch immer aus Glas angefertigt?
Glasprothesen haben einige, bis heute von keinem anderen Material erreichte Eigenschaften: Ihre Oberfläche ist fast absolut glatt, ihre Oberfläche ist benetzbar. Kryolithglas ist biologisch inert, allergische Reaktionen wurden seit über 150 Jahren noch nie beobachtet. Diese aussergewöhnlichen Eigenschaften erlauben es, bei richtiger Form- und Grössenwahl, Prothesen herzustellen, die zu keiner weiteren Beeinträchtigung der Lebensqualität des Patienten führen!